Wanderung von Pigi Karinis nach Agiasos (Agiassos)


Photo: Pilgerweg nach Agiassos
Dauer: ca. 1 1/4 bis 1 3/4 Stunden
Schwierigkeit, Beschaffenheit: einfach, jedoch ist eine erhebliche Steigung zu bewältigen. Der Weg ist ein alter, recht breiter Pilgerpfad, der größtenteils alter Pflaster trägt. Er führt durch Olivenhaine, die sich oft die steilen Berghänge hinauf- und hinabziehen, vorbei an Feigenbäumen und, vor allem im letzten Stück, Gärten sowie einer Quelle mit Brunnen.

Der Ausgangspunkt PIGI KARINIS (Karynis) Photo von Pigi Karinis liegt an der Busstrecke von Vatera bzw. Vrissa/Polychnitos in die Hauptstadt MYTILINI. Man muss es dem Busfahrer kundtun, wenn man hier aussteigen will. Denn der Bus hält nur bei Bedarf. Am besten erkundigt man sich auch gleich nach Rückfahrtmöglichkeiten. Denn die Busse fahren nicht oft. Pigi Karinis ist keine Ortschaft, sondern nur eine Quelle mit großen alten Bäumen, einem Wasserbecken und zwei Tavernen, einer kleinen auf der einen Straßenseite und einer großen auf der anderen. Im hohlen Stamm der ältesten der Platanen soll der berühmte Maler Theophilus eine Zeitlang gelebt haben. An dem zur großen Taverne gehörenden Cafe/Süsswarenverkauf sind außen unter einem schützenden Welldach noch Wandbemalungen von ihm zu sehen. Man kann hier an Ständen auch Drucke seiner Werke sowie Honig, Käse, Kräuter und Früchte kaufen. Neben der kleineren, eher kafenionartigen Taverne ist die Ruine einer Olivenpresse mit hohem Schornstein. Zwischen der Taverne/Cafe und der alten Olivenpresse beginnt der Weg nach Agiasos hoch. Man erkennt ihn sogleich an den schönen alten Pflastersteinen, die schon viele Tausende Füße gewetzt haben. Wir mußten nach einigen Schritten ein Tor aus Holz und Draht öffnen, das vermutlich wegen der weidenden Tiere angebracht worden war. Nun geht es recht stetig bergan, meist an Olivenhainen vorbei, die die teils sehr steilen Hänge bedecken. Die Baumpflege und Ernte auf diesem steilen Grund ist sicher sehr schwierig und schweißtreibend. Kleine Steinterrassen halten das bisschen Erde, auf dem die Bäume stehen, zusammen. Dazwischen stehen auch immer wieder Feigenbäume mit saftigen, süßen Früchten, ab und zu auch Nußbäume. Das erste Wegstück sehen wir am Wegrand immer wieder kleine Alpenveilchen. Links vom Weg sieht man eine Quelle mit einem Becken, das von in Stein gehauener Verzierung geschmückt ist und die Jahreszahl "1880" trägt. Es ist sehr still: Nur das Summen von Insekten und Vogelgezwitscher. Ein Fuchs läuft und über den Weg. Auch viele Eichhörnchen treffen wir. Man blickt ins Tal hinab und auf die umliegenden Berge. Nach ca. 45 Minuten kreuzt eine Straße den Weg. Hier ist etwa die Hälfte der Strecke bewältigt. Kurz vor dieser kreuzenden Straße ist keine Pflasterung mehr vorhanden, sondern nur Sandweg. Hat man die Straße überquert, sieht man ein Schild "Agiasos 2 km" und die Pflasterung beginnt wieder. Weiter geht es bergan. Bald sieht man oben auf der Höhe schon eine der Kirchen von Agiassos. Es geht vorbei an Steineichen, Brombeer- und anderem Gestrüpp, Nuß- und anderen Bäumen und immer wieder Olivenbäumen, schließlich auch einigen Gärten bis man schließlich unter eine Brücke in den Ort hinein geht. Von hier kann man entweder wieder den gleichen Weg zurücklaufen oder den Bus nehmen. Wir nahmen an einem Sonntag im September 2004 den Bus um 11.00 h zurück nach Pigi Karinis, wo wir zu Mittag aßen und auf den Nachmittagsbus zurück nach Vrissa warteten.






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