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LEVKADA UND EPIRUS

Beschreibung einer 3-wöchigen Urlaubsreise mit dem Mietwagen und Unterbringung in Pensionen und Privatunterkünften
09. September bis 30. September 2003

Photo der Insel vor dem Stand Ag. Paraskevi




1. ) Di, 09.09.03:

Ankunft am Flughafen Aktio und Übernahme des Mietwagens ca. 10.00h. - Fahrt in Richtung Lefkada-Stadt
Schönes warmes Wetter emfängt uns. Meist scheint die Sonne mit wenigen bedeckten Abschnitten dazwischen.
Die nächste Umgebung des Flufhafens ist eher abschreckend: Ödland, Gewächshäuser! Doch schon nach einigen Minuten Fahrt wird die Landschaft ansprechender und das Meer schillert in der für Levkas typischen Abstufung von Blautönen: Türkisblau in Strandnähe, das teils in leuchtendes Hellblau und schließlich Dunkelblau der Tiefe übergeht. Jede Bucht bietet ihre eigene Variation diese Farbspiels, zu dem sich dort, wo das Meer bewegter ist, noch weisse Gischt gesellt. Erster Augenschmaus: ein langgestrecktes Inselchen im türkisblauen Meer mit einem kleinen Kirchlein. Dann später zur Linken: Die erste Burg: "Frourio Tekes". Und schon sind wir in der Lagune, in der Lefkada liegt: Ein Vogelparadies, heißt es. Auf jeden Fall haben wir eine Menge weiße Reiher gesehen.

Als estes führt uns unsere Straße vom Flughafen in Richtung Stadt direkt zu der fränkischen Burg Agia Mavra (St. Maura). Sie liegt auf einer Insel in der Lagune neben dem künstlichen Kanal, den eine bewegliche Brücke überquert, und wurde im 13. Jahrhundert errichtet und 1500-1700 von den Venizianern mehrmals renoviert. Von ihnen stammt der venezianische Löwe über dem Haupttor.

Wir fahren weiter in die Stadt und erreichen einen Platz am Hafeneingang, auf dem in einer Grünanlage u.a. eine Statue des Schriftstellers Aristoteles Valaoritis steht. Hier können wir das Auto parken. Es gibt hier Hotels, Läden, Banken u.s.w. und man ist in wenigen Minuten zu Fuß auf dem Hauptplatz Agios Spyridonas mit weitläufigen Straßencafes und Restaurants. Ringsum Souvenirgeschäfte, Tavernen etc. zu Hauf. Eigentlich hatten wir in der Stadt übernachten wollen. Es war uns dann aber doch zu viel Trubel und nichts von den Hotels und Pensionen sagte uns zu. Da der Tag ja auch noch recht jung war (so gegen 13.00 h, nachdem wir uns ausgiebig in der Stadt umgeschaut hatten) stärkten wir uns mit einer Pita von einem Imbiß nahe dem Hauptplatz und fuhren weiter.

Als nächstes machten wir in dem Bergdorf Karia halt. Es hat, wie es sich für ein griechisches Bergdorg gehört ;-), einen von Platanen beschatteten Dorfplatz mit mehreren Tavernen und bietet einen schönen Blick auf die Berge und das Umland. Einige Häuser zeigen Risse, die wohl auf das letzte Erdbeben zurückgehen, eines davon etwas außerhalb über die volle Breite. Auch Karia hatten wir uns eigentlich als Stoppunkt ausgeguckt, in dem wir übernachten wollten. Denn von hier aus gibt es viele Wandermöglichkeiten, die in dem Wanderführer des Müller-Verlags beschrieben sind. Wir fanden auch zwei Häuser mit Hinweisen, dass sie Zimmer vermieten, trafen jedoch in keinem von beiden jemanden an und konnten auch in einer der Tavernen am Dorfplatz keinen brauchbaren Hinweis finden. (Naja, es war halt auch eben gerade "Siesta-Zeit"). Nachdem der Tag ja immernoch recht jung war und die Aussicht noch am Ankunftstag das erste Bad im Meer zu nehmen auch keine schlechte Alternative schien, fuhren wir deshalb weiter bis Ag. Nikitas, wo wir schließlich endlich zum ersten Mal im Meer badeten und übernachteten. (Wenn nicht die direkte Straße hierher durch das Erdbeben vor einigen Wochen beschädigt und noch gesperrt gewesen wäre, wären wir ohnehin direkt von der Stadt Levkada hierher gefahren anstatt über Karia ).








2.) Mi, 10.09.03 / Do., 11.09.03

Agios Nikitas
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Während am 10.09.03 und morgens noch am 11.09. schönes Wetter war, zogen gegen Mittag Regenwolken auf. Der Regen wurde immer stärker und gleichte am Abend schon einem Wolkenbruch. Wir übernachteten in dem Hotel Nefeli. Agios Nikitas ist einer der wenigen Orte auf Lefkada, in denen selbst um diese Zeit noch recht viele Touristen sind. Trotzdem sind überall noch leicht Zimmer zu bekommen. Die Bucht ist klein und der Strand schmal und entsprechend voll. Entlang der Straße zum Meer hinab ziehen sich Hotels, Tavernen, Cafés und Souvenirgeschäfte. Hier ist zum Teil recht viel Trubel. Etwas abseits fanden wir jedoch eine traumhaft schöne Taverne.
Strand:
Man kann auch im Ort recht gut baden. Der Strand ist jedoch für den quirligen Ort recht klein und entsprechend voll. Erste Wahl zum Schwimmen ist die nächste Bucht mit dem Strand Milos, einem der Traumstrände von Levkas, der auf einem teils recht steilen, aber sehr schönen Fußweg in ca. 30 Minuten zu erreichen ist.






3.) Do., 11.09.03

Weiterfahrt an der Westküste entlang bis hinunter zur Südspitze, dem Kap "Lefkatas" oder "duKato"
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Die Regenwolken verzogen sich am Morgen und es wurde ein warmer sonniger Tag. Die Fahrt an der Westküste nach Süden ist eine sehr schöne Strecke, die über die verträumten Dörfer Kalamitsi, Chortata, das recht verfallene Komilio, Dragano und Athani führt. Die Straße ist durchweg verhältnismäßig gut, obwohl man immer wieder mit großen Schlaglöchern rechnen muss. Sie windet sich durch eine herrliche Landschaft: hellgrün leuchtende Kiefern, dunkelgrüne Macchia und immer wieder weite Olivenhaine, ab und zu ein kleines Weinfeld, Dörfer, Gärten, dann wieder steile kahle Felsen und immer wieder der Blick hinaus auf das weite Meer mit seinem interessanten Farbspiel zwischen verchiedenen Türkistönen und sattem Blau. Zu einigen der Strände fahren wir hinab. Dabei haben wir immer im Sinn, einen zu entdecken, an dem wir im Anschluss an unsere Rundfahrt durch Levkada und Epirus einige Tage Badeurlaub machen wollen. Unseren "idealen Ort" (ruhig, Zimmer direkt am Strand, Bademöglichkeit ohne Badeschuhe, also Kiesel oder Sand, sauberes klares Wasser, mindestens eine Taverne und möglichst eine Einkaufsmöglichkeit) haben wir hier jedoch nicht gefunden. Viele der Strände sind schwer zugänglich, da die Küste steil abfällt. Es gibt Sand- und Kiesstrände. Oft sind auch immer wieder Felsbrocken im Wasser. Die Brandung ist meist recht stark. In der letzten größeren Ortschaft der Strecke, dem Bergdorf "Athani" haben wir in dem Restaurant mit Pension Panorama zu Mittag gegessen. Auch haben wir uns hier vor der Weiterfahrt gleich ein Quartier gesucht. Wir fanden ein schönes ruhiges Zimmer mit einem herrlichen Blick vom Balkon weit bis hinab aufs Meer in der Pension Aloni am Ortsausgang oberhalb des kleinen Minimarkts. Unterhalf von Athani am Meer liegt die Ortschaft Gyalos an einem mit Steinen und Felsen durchsetzten Sandstrand. Nach dem Mittag fuhren wir dann weiter nach Süden bis zum Kap und wieder zurück nach Athani. Auf der Hinfahrt, ließen wir den Strand Egkremni zunächst aus und badeten statt dessen erst einmal an dem eindrucksvollen Strand Porto Katsiki, dem Vorzeigestrand Levkadas, der auf vielen Ansichtskarten abgebildet ist. Nachdem wir uns im Meer erfrischt hatten, fuhren wir weiter bis zum "Kap Leukata" (sprich Lefkata), das auch den neueren Namen "Doukatou" (sprich: dukatu) trägt. Die Asphaltstraße endet bald und man muss auf einer Schotterpiste weiterfahren, die jedoch unproblematisch ist. Das Kap, auf dem ein Leuchtturm steht, ist ein herrlicher Ort. Ringsum das blaue Meer, die weiße Gischt, die sich an den Felsen bricht, der Blick auf die umliegenden Inseln, einfach traumhaft! Der hohe Felsen fällt fast senkrecht ab ins Meer. Auf diesen weissen Felsen bezieht sich der antike Name der Insel "Leukas" (sprich "Lefkas"), der auf das Adjektiv "leukos" (= weiss) zurückgeht. Ursprünglich hieß das Kap "Leukas Petra" (=weißer Fels). Später wurde die ganze Insel "Leukas" genannt.
Auf der Rückfahrt nach Athani haben wir dann den Strand Egkremni besucht, der ebenso spektakulär wie der Strand Porto Katsiki ist.






4.) Fr, 12.09.03

Besuch der Orte und Strände in Richtung auf und an der Südküste. Endstation des Tages: Bucht Rouda mit dem Ort Mikros Gialos unterhalb dem schönen Bergdorf Poros
Photo Strahlender Sonnenschein und recht warm bis heiss. Wir müssen zunächst ein Stück zurückfahren bis Komilio, um dann die Hauptstraße weiter zur Südküste zu fahren. Bevor wir die Küste erreichen, kommen wir durch das ansprechende Bergdorft Agios Petros mit vielen Tavernen. Dann erreichen wir die Orte Ponti und Vasiliki in einer großen Bucht. Vasiliki ist auch einer der lebhafteren Orte mit Hotels, Souvenirläden und einer Uferpromenade, die viele Restaurants und Cafés säumen. Wir fahren weiter durch das Dorf Kontaraina. Kurz vor dem nächsten Dorf Marantochori zweigen wir rechts auf einer schmalen Asphaltstraße zum Meer hinuter ab. Sie führt und zu einer kleinen Kiesbucht mit einer Taverne, dem Strand Ammousa. Wir kehren zurück nach Marantochori und fahren weiter nach Syvota in einer schmalen, fjordartigen Bucht. Viele Segelschiffe haben hier angelegt. Es gibt Tavernen und Übernachtungsmöglichkeiten. Wir kehren zurück zur Hauptstraße und fahren weiter zu dem netten Bergdorf Poros. Es ist eines der schönsten Bergdörfer. Neben neueren Häusern, gibt es auch noch viele alte, z. Teil Steinhäuser, eine kleine Taverne mit schönem Panaromablick von der Terasse und das gemütliche "Kaffepantopoleion" "O Ilios", eine Kombination aus Kafenion und Tante-Emmaladen mit alten Holzregalen und Wagen, wo man nicht nur etwas trinken, sondern alles mögliche von Lebensmitteln bis zu Waschpulver, Putzmitteln etc. einkaufen kann. Außer der Kirche im Dorfzentrum gibt es eine am oberen Ortsrand. Geht man um sie herum, hat man einen herrlichen Blick auf das umliegende Bergland und die darunterliegende Bucht Rouda. Nachdem wir uns in dem Dorf Poros umgesehen hatten, fuhren wir kurvige 4,6 km hinab zur Bucht Rouda mit dem Strandort Mikros Gialos in einer schönen kleinen Bucht mit gutem Strand. Dorf fanden wir schließlich unser "Traumquartier" für unseren Ende dieses Urlaubs geplanten Bade-/Wander-Aufenthalt. Wir nahmen zuächst ein Zimmer in der letzten Pension am Ostende des Strandes, der Pension "Alkyoni". Nach drei Nächten brachen wir jedoch wieder auf, um nun Epirus anzusehen und dort einige Zeit zu verbringen. Für die Wiederkehr suchten wir uns eine andere Pension auf der anderen Seite der Bucht, der Seite mit dem Steg und den Fischerboten, die Pension Captain Nick. Der einzige Nachteil der Bucht ist, dass man sich in einer "Sackgasse" befindet. Will man irgendwo hinfahren, muss man stets zuerst einmal die kurvenreichen 4,6 km bis nach Poros hoch fahren. Meist während unseres Aufenthalts aßen wir in dem klenen Restaurant "O Molos"





5.) Sa., 13.09.

Fahrt die Ostküste hoch über Nydri bis Lefkada und zurück in die Bucht Rouda.
Wetter: warm bis heiß und Sonne, nur ab und zu einige "Wattewölkchen" Wir fuhren Richtung Nydri, bogen jedoch zuerst einmal vor Vlycho rechts auf das Halbinselchen ab. Dort sahen wir das Grab des Archäologen Dörnpfeld, auf und bei dem schöne kleine Scheeglöcken ähnliche Blumen wuchsen. Am Ende des Halbinselchens ein kleines Kirchlein mit einer Kapelle im Fels, das als Hochzeitskirchlein beliebt ist. Von hier hat meinen schönen Blick auf das vis-à-vis liegende Nydri. Dann fuhren wir zurück durch Vlycho und Steno hinein nach Nydri. Nydri ist wohl (evt. neben der Hauptstadt) die lebhafteste Stadt mit einer Geschäftsstraße und einer Hafenpromenade, Restaurants und Hotels. Die große Bucht ist bei Seglern sehr beliebt. Die Geschäftsstraße ist auch die Durchgangsstraße weiter zur Hauptstadt. Man darf hier nur Tempo 30 fahren. Von Nydri aus gehen Ausflugsboote. Man kann z.B. auf einer Tagestour für 15,- Euro den Strand Porto Katsiki sowie die Inseln Kefalonia und Ithaka besuchen und die Onassis-Insel Scorpios sehen. Um diese Jahreszeit ging die Tour täglich außer Sonntag und Mittwochl Im Ort Nydri zweigt die Straße zu dem großen Wasserfall bei Rachi ab. Wie immer wieder an Fluß- und Bachbetten bietet sich hier eine sehr schöne Landschaft und Vegetation mit großen Laubbäumen, bemosten Steinen, Orleander, sehr erfrischend an diesem recht heißen Tag. Wir gehen am Bachbett entlang. Feste Schuhe sind dabei von Vorteil. Es bilden sich kleine Becken, die zu einem erfrischenden Bad einladen. Schließlich sind wir an dem schmalen hohen Wasserfall angelangt. Danach fuhren wir zurück zur Hauptstraße und weiter der Ostküste entlang bis Lefkada. Je näher man der Stadt kommt, desto mehr häufen sich die Ortschaften. Es gibt immer wieder Appartmenthäuser und Hotels. Die Gegend ist recht touristisch und gefällt uns nicht gerade. Bei Lefkada fahren wir um die Lagune herum. Es gibt große Strände mit grobem Sand. Alte Windmühlen stehen markant auf der Landzunge. Schließlich gelangen wir an der Nordküste zu dem kleinen am Fels klebenden hübschen Kirchlein Agios Ioannis Wir fahren weiter hoch zu dem Kloster Faneromenis. Von hier oben hat man einen schönen Blick auf die Lagune und die Stadt. Das Meer leuchtet in Türkis- und Blautönen. (In dem Wanderführer des Meyer-Verlags ist auch eine schöne Wanderung beschrieben, die u. a. das Kirchlein Agios Ioannis und das Kloster Faneromenis umfasst) Schließlich kehren wir zurück zu unserem Quartier in Mikros Gialos in der Bucht Rouda.





6.) So, 14.09.

Badetag in der Bucht Rouda
Wetter: es wird im Lauf des Tages recht heiß. Endlich tiefblauer Himmel! So kennen wir ihn sonst als Dauerzustand in der Agäis, während es hier an vorherigen Tagen teils sonnig, teils etwas dunstig war und immer wieder ein paar Wölkchen aufzogen.





7.) Mo, 15.09.

Fahrt auf das Festland nach Epirus
Wir fahren zunächst um den Golf Amvrakikos herum, vorbei an Arta bis zu dem Strandort Ammoudia kurz vor Parga Wetter: strahlender Sonnenschein und um die Mittagszeit recht heiß. Von jetzt ab sage ich nichts mehr übers Wetter bis zur nächsten Wetteränderung kurz vor Urlaubsende, denn es war jetzt fast gleichbleibend schönes Wetter, auch kaum mehr überhaupt Wolken. Die Ränder des Golfs sollen Vogelparadiese beheimaten, wir nahem uns jedoch nicht die Zeit, sie zu erkunden. Wir kamen an zahlreichen Tabakfeldern und Trockenschuppen für die Tabakblätter, die wie Plastik-Gewächshäuser aussehen, vorbei. Arta ist eine moderne Großstadt. Wir fahren nicht in die Stadt hinein, sondern sehen uns nur die alte türkische Brücke an, die nahe an der Straße nach Ioannina bzw. Parga liegt und ausgeschildert ist, so dass wir sie gleich fanden. Ein bemerkenswerter Bau in einer interessanten Landschaft. Danach bogen wir nicht nach Norden ins Landesinnere Richtung Ioannina ab, da wir die schöne Stadt sowie die bedeutende Ausgrabungsstätte Dodoni schon von einer früheren Reise kannten. Statt dessen fuhren wir zunächst weiter nach Westen und sodann an der Küste entlang nach Norden in Richtung Parga. Da Montag Ausgrabungsstätten normalerweise geschlossen sind, fuhren wir Filippiada und Kassopi nicht an, sondern sparten sie für die Rückfahrt auf. Das Orakel-Labyrinth Nekromanteion bei Mesopotamo war jedoch offen. Wir konnten es gerade noch ausnahmsweise besichtigen, obwohl es bereits nach 15.00 h war und es wie fast alle Ausgrabungsstätten um 15.00 schließt (dass es Montag überhaupt offen war wunderte uns). Als wir mit der Besichtigung fertig waren, war es schon recht spät und wir waren langsam müde von der Fahrt und all den Eindrücken. Wir wollten also auf keinen Fall mehr an diesem Abend in das lebhafte Parga reinfahren. Unterwegs hatten wir Touristen getroffen, die von dem Ort Ammoudia mit seinem endlosen Sandstrand schwärmten. Also fuhren wir nur bis dort und suchten uns dort eine Übernachtungsmöglichkeit, was nicht einfach war. Zwar gibt es viele kleinere Hotels und Appartementhäuser, aber fast alle sind zu dieser Jaherzeit schon geschlossen. Über oder nahe bei einer größeren Taverne wollen wir grundsätzlich nicht übernachten, weil wir Frühschläfer sind und keine Musikklänge zum Einschlafen schätzen. Deshalb fanden wir kein passendes Quartier am Strand, sondern ein kleines Privathaus etwas weiter hinten im Ort, die Villa Flowergarden. Tatsächlich ist der Sandstrand sehr groß und es geht ganz sanft ins Meer. Nur sehr langsam wird das Wasser tiefer. Am Rand mündet der Fluss Acheron ins Meer. Ausflugsboote verkehren darauf und zu einer Höhle. Im Fluss liegen Schifferboote.





8.) Di, 16.09.

Parga
Gleich am frühen Morgen fuhren wir in die Stadt Parga. Das Auto parkten wir am Stadtrand, da es in der Stadt eng wird und kaum Parkplätze gibt. Parga ist ein wirklich nettes Städtchen mit alten Häusern und kleinen Gässchen, die sich vom Meer den Hang hinauf ziehen. Darüber wacht die eindrucksvolle Ruine einer venzianischen Festung. Das wissen sich auch viele Touristen zu schätzen. So viel wie hier war auf unserer Reise sonst nirgends los. Aber selbst die vielen Tavernen und Cafés und die vielen Menschen die hier rumlaufen und auf Ausflugsboote warten, können ihm nichts von seinem Reiz nehmen. Es liegt in einer Bucht mit mehreren vorgelagerten kleinen Inselchen, eine davon mit zwei Kirchlein, in Schwimmweite. Auf der anderen Seite des Festungshügels zieht sich die Stadt oben am Hügel weiter und darunter erstreckt sich der schöne Sandstrand Valtos Beach. Erstmals auf unserer Reise ist es nicht leicht, ein Zimmer zu finden. Manche Hotels sind ausgebucht, vor allem eben die besten Lagen mit Meerblick. Wir kommen schließlich direkt am Stadtstrand in der mustergültig geführten Pension Villa Koralli unter und fühlen uns hier sehr wohl. Vormittags spazieren wir durch die Altstadtgäßchen und zur Festung hinauf. Mittags essen wir in dem Restaurant "Kantouni". Nachmittags nehmen wir ein Boot zum Strand Valtos Beach und laufen von dort zurück über den Festungshügel und hinab durch die kleinen Gäßchen bis zum Hafen und der Strandpromenade. Danach schwimmen wir zu dem Inselchen mit den zwei Kirchlein hinüber.





9.) Mi, 17.09.

Antipaxos und Paxos
Täglich um 10.00 h gehen Ausflugsboote nach Paxos und Antipaxos. Um diese Jahreszeit wird abwechselnd: einen Tag die "große Tour" für 25,- EURO durchgeführt, bei der die ganze Insel Paxos umrundet und neben der Hauptstadt Gaios auch die Dörfer Laka und Logos sowie die blaue Grotte besucht wird und einen Tag die "kleine Tour" für 15,- EURO, die nur nach Antipaxos und zur Hauptstadt Gaios von Paxos führt. Daneben gibt es eine Tour mit einem Segelboot, die zwar nicht in die Dörfer Laka und Logos auf Paxos fährt, aber doch ein ganzen Stück an der Küste entlang und auch zur blauen Grotte (EUR0 25,-). Diese Tour nahmen wir, da die große an diesem Tag nicht stattfand. Wir waren von 10.00 h bis ca. 17.30 h unterwegs. Als erstes wurde nach ca. 1, 5 Stdn. Fahrtzeit an einem herrlichen einsamen Strand ohne jegliche Bebauung auf Antipaxos gehalten. Per Kopfsprung oder eine Leiter hinab ging es ins kristallklare Wasser. Dann ging es weiter nach Paxos und an der beeindruckenden mit Ihren Höhlen und vorgelagerten aus dem Meer aufragenden Felsen entlang zur blauen Grotte. Dort der nächste Badestopp. Man konnte in die Grotte hineinschwimmen. Von dort ging es zur Hauptstadt von Paxos Gaios. Gegen 14.00 h kamen wir dort an. Um 16.00 verließen wir den Hafen wieder, diesmal in die andere Richtung an den vorgelagerten Inseln vorbei, eine mit einem Kloster. Sehr schön war der Anblick des Festlandes Epirus und von Parga auf der Rückfahrt. Abends aßen wir in dem Restaurant "To Souli" an der Strandpromenade und genossen die bunten Lichter der Stadt, die sich im Meer spiegelten.





10.) Do, 18.09.

zwischen Parga und Plataria
Wir verließen Parga und fuhren nach Norden über Perdika bis zu einem kleinen Strand, der nach dem Kirchlein an seinem Rand Agia Paraskevi heisst und ein vorgelagertes Inselchen in Schwimmweite hat. Agia Paraskevi ist keine Ortschaft. Es gibt hier nur den schönen Strand mit der Kapelle und etwas oberhalb davon zwei Tavernen, die auch Zimmer vermieten. Wir entschieden uns für die etwas weiter oben mit herrlichem Blick weit übers Meer. Von dort aus ist man in ca. 10 Minuten am Strand, jedoch ist der Fußweg dorthin recht steil. Nachdem ich ein wenig geschwommen bin und wir uns ein Zimmer ausgesucht hatten, fuhren wir noch etwas in der Gegend herum, um die anderen Strände anzusehen und in Platarias zu essen, denn in unserer Taverne/Pension Agia Paraskevi wohnte außer uns ein einziges weiteres Paar. Auch kommt hier kaum Laufkundschaft vorbei. Deshalb war auch das Speisenangebot auf Fleisch vom Grill und Salate, Tsatsiki etc. beschränkt. In Sivota und Platarias hingegen gibt es ausreichend Tavernen. Sivota ist ein größerer Urlaubsort mit Restaurants, Cafés, Tavernen, Supermärkten und reichlich Fremdenzimmern. Am Hafen liegen Ausflugsboote, Jachten und einige Fischerboote. Plataria verfügt ebenfalls über reichlich Tavernen und Fremdenzimmer. Hier ist alles jedoch etwas weitläufiger und wirkt nicht so konzentriet. Es liegt in einer großen Bucht mit einem schönen langen Strand. Wir aßen sehr gut in der Fischtaverne "Odysseia", einer der letzten Tavernen, wenn man die am Hafen entlangführende Straße ortsauswärts Richtung Norden geht. Auf der Rückfahrt zu unserem Strand Agia Paraskevi sahen wir uns noch den Strand Mega Ammos an. Bei unserem Quartier angekommen stiegen wir den steilen Weg zum Strand hinab und schwammen in dem glasklaren Wasser.





11.) Fr., 19.09.

Badetag am Strand Agia Paraskevi
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Wir frühstückten auf unserem Balkon und genossen den herrlichen Blick weit übers Meer. Dann stiegen wir zum Strand hinab und schwammen zu dem kleinen Inselchen hinüber. Mittags aßen wir in unserer Taverne/Pension. Da hier nicht viel los war, war das Angebot auf Souvlaki, Lammkoteletts, Tsatsiki und Salate begrenzt. Aber die waren frisch und schmeckten gut bei dem herrlichen Blick von der Terrasse. Nach einer kleinen Siesta ging es dann am Nachmittag wieder hinab zum Strand.





12.) Sa., 20.09.

Igoumenits, Delta des Flusses Kalama, Paramithia, Wanderung im Fluss Acheron bei Gliki
Photo Da wir das als Vogelparadies bezeichnetete Delta des Kalama früh am Morgen erreichen wollten, fuhren wir gegen 6.30 h, also noch vor Sonnenaufgang, los in Richtung Igoumenitsa. In der Stadt hielten wir uns nicht auf, wir fuhren einfach am Meer entlang und erst am neuen, dann am alten Hafen vorbei durch. Die Stadt schien uns so als groß und schon zu dieser frühen Morgenstunde sehr lebendig. Das Delta hatten wir uns anders vorgestellt. Der Fluss verzweigt sich nicht wild, sondern wurde in viele kleine Bewässerungskanäle geleitet, die Obst-, vor allem Orangenplantagen wässern. Überall zwitscherten Vögel. Nachdem wir keine kundigen Naturbeobachter sind und uns auch nicht genau erkundigten hatten, wo exakt man am besten auf Ausschau geht, haben wir aber keine besonderen Vögel gesehen. Sehr schön waren aber die vielen wilden Blumen an den Flußarmen und Bewässerungskanälen und die endlosen Orangenplantagen. Dann fuhren wir flussaufwärts bis Ragio. Hinter der Stadt führt eine große Brücke über den hier recht breiten Fluss, von der man einen schönen Blick auf das Flussbett hat. Unweit der Stadt Ragio in Richtung N. Selefkia und Igoumenitsa kommt man an einer der in ganz Griechenland immer wieder typischen kleinen Klosteranlagen vorbei, dem "Moni Ragiou". Wir besuchten das Kloster und fuhren dann weiter durch N. Selefkia bis wir auf die Straße trafen, die nach Süden nach Igoumenits und nach Norden nach Filiates und Paramithia geht. Wir hielten uns in Richtung Norden und fuhren bis Paramithia, einem großen, lebhaften Dorf in den Bergen. Es gibt hier einen Markt und sehr viele Geschäfte, darunter auch alle möglichen Spezialgeschäfte, von Textilien über Heimwerkerbedarf, Elektroartikel bis zu Wein und Spirituosen u.s.w. Viele Griechen sind auf den Straßen zum Einkaufen unterwegs oder essen in den Restaurants. Touristen gibt es so gut wie keine. Wir sahen ein kleines Hotel, fragten jedoch nicht nach, ob es überhaupt offen war, da wir noch weiter bis zum Quellgebiet des Acheron-Flusses wollten. Da wir hier jedoch das fanden, was wir in diesem Urlaub bis jetzt vermisst hatten, nämlich ganze Lämmer, die sich in den Restaurants am Spieß drehten, aßen wir erst einmal in dem kleinen Restaurant Psistaria I Tseligkopoula von Katherina Xantzara zu Mittag. Wir genossen das gute Grillfleisch und die lustige Stimmung, für die die Gruppen von gutgelaunten Griechen sorgten, die sich am Essen freuten und durch die offene Türe Passanten begrüßten oder einluden. Danach fuhren wir weiter bis Gliki. Ein Schild "Springs of Acheron" bestätigte, dass wir hier richtig waren für die Wanderung im Fluss, auf die wir uns freuten. Am Fluss ist ein großes Ausflugslokal, das mit frischen Flussfischen wirbt und auch Fremdenzimmer hat. Wir fahren weiter flußaufwärts bis zu einem großen Parkplatz, wo wir das Auto lassen. Dabei kommen wir am Hotel Acheron Springs vorbei. Eigentlich wollten wir hier übernachten. Es ist jedoch voll. Vom Parkplatz wandern wir am Ostufer des Flusses weiter solange das zu Land geht. Schließlich geht es geht es nur im Wasser weiter. Das ist an manchen Stellen nur knöcheltief, an anderen so tief, dass ich mit meinen 1,55 m nicht mehr stehen kann, sondern schwimmen muss. Und es ist eiskalt. Eine herrliche Erfrischung an diesem heißen Nachmittag. Obwohl es gerade so zwischen 13.00 und 14.00 h ist, sind die Felswände zu beiden Seiten zum Teil so hoch, dass kaum Sonne zu uns hinabkommt. Immer wieder speisen kleine Quellen den Fluss. Sie sprudeln entweder aus Felsritzen am steinigen Ufer oder direkt aus dem Boden. Das wirkt zum Teil sehr mystisch und man kann gut nachvollziehen, dass der Fluss Acheron als heilig und als Eingang zur Unterwelt galt. Nachdem wir uns so erfrischt haben fahren wir weiter Richtung Süden und Preveza. Etwa 5 km vor dem Ort Archangelos biegt eine Straße nach links nach Zalongo ab. Auf ihr erreicht man die Ausgrabungsstätte Kassope . Wir parken das Auto an der ausgeschilderten Stelle und gehen durch einen schönen hohen Nadelwald zu dem archäoloischen Gelände. Inzwischen ist es schon nach 15.40 h und die offizielle Öffnungszeit endet leider um 15.00 h. Doch zum Glück ist der Zaun an einer Stelle schon so heruntergetreten, dass wir bequem auf das Gelände kommen. Es ist sehr beeindruckend, obwohl nur die Fundamente stehen und alles recht überwuchert ist. Trotzdem hat man einen guten Eindruck von der atemberaubeden Lage etwa 600 m hoch auf einem terrassenartigen Bergabsatz und dem Ausmass. Außer uns sind nur einige Ziegen und zwei Schildkröten hier unterwegs. Hoch auf einem steilen Fels sehen wir in der Ferne das Zallongo-Denkmal an der Stelle, an der sich Frauen vom Fels stürzten, um der Gefangenschaft durch die eindringenden Türken zu entgehen. Nun ist es Zeit geworden, uns nach einer Übernachtungsmöglichkeit umzusehen. In den verhältnismäßig großen Ort Preveza wollen wir nach diesem langen Tag nicht hineinfahren. Auch wollen wir am nächsten Tag zuerst noch die Ausgrabungsstätte Nikopoli besichtigen. Also übernachten wir in der Strandsiedlung Mitikas (MYTIKAS). Wir fanden ein ein schönen Privatzimmer mitten im Ort in einem Haus mit einem schönen Garten.





13.) Sonntag, 21.09.

Nikopolis, Preveza, Tunnel nach Levkada.
Früh morgens besuchen wir das nahe Nikopolis. Dann fuhren wir weiter nach Prevezza und von dort durch den gut ausgeschilderten Tunnel auf die Halbinsel Lefkas. Die Maut für die Tunneldurchfahrt betrug 3 EUR für unseren PKW. Wir hatten uns hier schon beim ersten Besuch ein Zimmer in der Pension "Captain Nick" in der Bucht Rouda unterhalb des Bergdorfes Poros reserviert und fuhren direkt dorthin. Hier blieben wir bis zum Rest des Urlaubs.





14.) Montag, 22.09

Badetag in der Bucht Rouda.






15.) Dienstag, 23.09.

Wandertag im Süden von Levkada

Wir fuhren mit dem Auto bis Vournikas. Von dort wanderten wir auf einer Schotterstraße, die angeblich bis Fterno führen sollte. Wir gingen jedoch nicht den ganzen Weg, sondern kehrten um, als die Sonne langsam über die Bergkuppe kam und es heiß zu werden begann (so gegen 10.00 h). Das schöne ist, dass man im Schatten der Berge oft bis 10.00, manchmal 11.00 in recht angenehmer Frische wandern kann. Danach gab es nicht mehr viel Schatten, denn die Machia die die Berge bedeckt ist gerade mal etwa schulterhoch. Die Vegetation ist jedoch sehr schön und abwechslungsreich. Zwar blüht nicht mehr viel um diese Jahreszeit, aber die Büsche sind schön grün. Manche tragen rote Beeren, wie z.B. die Terpentin-Pistazie. Besonders hübsch sind die etwa kirschgroßen orangefarbenen Kügelchen der Erdbeerbaums, von denen manche rote Bäckchen haben. An den Wegrändern wächst viel duftender Thymian. Am Ortsrand von Vournikas gibt es Feigen- und Lorbeerbäume, im Ort kleine Gärten und Wiesen voller kleiner duftender weißer Blumen. Von der Schotterstraße, auf der uns nicht ein Auto und nicht einmal ein Mensch begegnete, hat man einen sehr schönen Blick auf die Berge ringsum mit ihren kleinen Berdörfern und auf die Bucht von Vasilikis. Nach unserer Rückkehr nach Vournikas fuhren wir noch weiter zu dem Ort Syvros. Kurz davor fanden wir an der Straße eine kleine moderne Weinkellerei mit großen Edelstahltanks. Hier wird der "Syvros"-Wein in verhältnismäßig teure 750 ml-Flaschen als "Krasi" und verhältnismäßig billige 20-Literschläuche als "Xyma" gefüllt. Gegen Mittag fuhren wir zurück in Richtung Poros, zweigten jedoch vorher nach Süden nach Marantochori und weiter zu dem Berddorf Evgiros ab. Von diesem kleinen alten Dorf bietet sich ein guter Blick auf die fruchtbare Ebene darunter mit Wiesen, Kühen und Wein. Am frühen Nachmittag kamen wir zurück nach Mikros Gyalos, stärkten uns an unserer hiesigen Leibspeise, einer gemischten Fischplatte, auf der vor allem die kleinen langen "Loutsos" nicht fehlen durften, verweilten eine Weile auf dem Balkon und gingen schließlich kurz bevor die Sonne hinter der Bergkuppe verschwand zum Schwimmen.





16.) Mittwoch, 24.09.

Wanderung zum Kloster Vournikas
Wir fuhren wieder mit dem Auto in Richtung Vournikas, parkten jedoch einige Kilometer vor dem Ort an der Stelle, wo ein Schild nach links zum Kloster Moni Ag. Ioannou weist. Dorthin führt eine schmale asphaltierte Straße. Wir wollten jedoch lieber die ca. 3 km hinwandern an einigen Oliven- und Obstbäumen, jedoch großenteils Machia mit Erdbeerbäumen u.s.w. vorbei. Unterwegs bot sich wieder ein schöner Ausblick auf die umliegenden Berge und die Bucht von Vasiliki. Die Kirche selbst war abgesperrt, die Gebäude ringsum Ruinen. Ein älterer Herr aus der Gegend war mit seiner über 90-jährigen Mutter auch hierhergekommen. Er sprach gut deutsch, das er am Goetheinstitut in Athen studiert hatte und erzählte uns, dass bis nach 1900 hier ein Nonnenkloster war, in dem die Mädchen der umliegenden Dörfer in Handarbeiten u.s.w. unterwiesen wurden. Danach wurde es zu einer Quarantänestation für Kranke, bevor es schließlich aufgelöst wurde. Der Herr nahm uns in seinem Wagen mit zu unserem geparkten Auto. Nachmittags gingen wir wie alle diese letzten Tage unseres Urlaubs zum Schwimmen.





17.) Donnerstag, 25.09.

Von Nikiana über Karya quer über die Insel und über Chortata und Agios Petros zurück nach Poros
Eigentlich wollten wir die Wanderung Nr. 30 aus dem Wanderführer des Müllerverlags machen, verliefen uns jedoch (vielleicht weil wir die Anweisung nicht so recht verstanden, da uns das Blatt fehlte, auf dem die Wanderung 29 beschreiben ist, auf die Bezug genommen wird). Trotzdem sind wir durch eine wunderschöne Landschaft gewandert, meist schattig und bei immer wieder atemberaubenden Blick bis weit hinaus aufs Meer, wenn wir auch eigentlich nicht wissen, wohin der wunderschöne Weg überhaupt geführt hätte. Denn wir sind ihn nach ca. 1,5 Stunden Aufstieg und Wandern entlang dem Berg einfach wieder zurückgegangen, als wir merkten, dass er uns nicht zum gewünschten Ziel führt und wir niemanden trafen, den wir hätten fragen können, wo wir überhaupt gelandet sind. Gelohnt hat es sich trotzdem, wegen den schönen Pinien und auch Laubbäumen und dazwischen immer wieder Macchia, dem Duft und der Ruhe und Einsamkeit hier oben und auch wegen des Säckchens Lorbeerblätter, das wir pflücken und mit nach Hause nehmen konnten. Nahe des Grats war der steile Hand mit Olivenbäumen bedeckt. Immer wieder hier auf Lefkada, ebenso wie auf vielen griechischen Inseln, sieht man Olivenhaine in solch steilen Lagen. Man kann sich vorstellen, wie anstrengend die Ernte sein muss! Anders als in dem Wanderführer beschrieben, ließen wir das Auto nicht in Nikiana, sondern fuhren bis zu dem Kloster Ag. Pateres. Die Straße hier hinauf war zwar asphaltiert, jedoch sehr schmal und kurvig und oft am steilen Abgrund entlang. Wir sahen uns die anscheinend verlassene, aber gut erhaltene Einsiedelei an. Dann parkten wir das Auto und folgten dem Weg, der schräg gegenüber bergan führte. Nach 1,5 Stunden Wanderung kehrten wir schließlich in ca. 1 weiteren Stunde zu der Einsiedelei zurück. Von hier fuhren wir weiter zu dem verlassenen Kloster Moni Ag. Georgiou, zu dem eine Schotterstraße kurz vor dem winzigen Bergdorf Kollyvata mit seinen schöen alten Häusern abzweigt. Schließlich fuhter wir weiter bis zu dem Bergdorf Alexandros. Ungern wollten sir die enge kurvige Straße zurückfahren. Wir erkundigten uns deshalb und man sagte uns, dass die Straße weiter über Platystoma und Karya besser ist, was sich als richtig erwies. In der Gegend um Platystoma gibt es recht viele kleine Weinfelder und eine kleine Kellerei. Karya hatten wir von unserem ersten Tag auf Lefkada in Erinnerung, als wir von der Hauptstadt über dieses Dorf nach Ag. Nikitas fahren mussten, weil die direkte Straße nach Ag. Nikitas gesperrt war. Wir erinnerten uns an den schönen schattigen Hauptplatz mit Tavernen. Als wir jedoch nachfragten, was das Speisenangebot sehr beschränkt: Eigentlich nur Souvlaki oder Lammkotellets und Salat. Also fuhren wir weiter und aßen schließlich im Süden in Agios Petros. Dort gibt es eine Vielzahl von Tavernen. Trotzdem war die Auswahl hier zwar etwas größer, aber auch nicht überwältigend. Immerhin gab es auch Horta und die guten dicken Bohnen "Gigantes", so dass wir hier recht gut aßen. Schließlich kehrten wir wie immer über Poros (anders geht es nicht!) nach Mikros Gyalos zurück.





18.) Freitag, 26.09 und Samstag, 27.09.

Badetage in Mikros Gyalos






19.) Sonntag, 28.09.

Nahe bei Poros: Die Bergdörfer Katochori und Fterno

Photo Als ersten fuhren wir zu dem schönen Bergdorf Katochori. Es gibt hier neben neuen Häusern auch noch einige alte Steinhäuser, manche davon etwas renoviert und bewohnt, andere leer und verfallen, eines wird gerade von Engländern wieder hergerichtet. Auch ein großer Steinbau mit einer Presse in der Mitte ist zum Teil renoviert. Leider gibt es keine Taverne, die mittags offen hat. Der Ort hat mehrere Kirchen: In der Dorfmitte steht die größte, weiße "Naos Agiou Dimitriou". Weiter oben befindet sich das von außen fast nicht als Kirche zu erkennende alte Steinkirchlein "Agios Xaralampos", ein länglicher Steinbau mit Ziegeldach, darauf nur ein Kreuz, kein Kirchturm. Die Glocke hängt im Olivenbaum daneben. Die Kirche hat eine Ikonostase von 1425, die einige Risse hat. Auch hier wurden wohl Renovierungsarbeiten begonnen. Geht man einige Schritte weiter bergan kommt man zur nächsten Kirche, die eine Mauer mit einem Friedhof umgibt. Geht man hinter der Kirche bis zum Ende des Friedhofs öffnet sich ein herrlicher Blick auf die Bucht von Vlycho und Nnydri. Zu dem nächsten Dorf Fterno wollen wir eigentlich wandern, man sagte uns jedoch der Weg sei stark verwachsen. Also fuhren wir mit dem Auto dorthin. Schließlich kehrten wir nach Poros zurück. Dort spazierten wir zuerst noch einen schönen schattigen Weg den Hang entlang in die Richtung aus der wir auf der Straße kamen zurück bis zu einer Kapelle, die einen so gefährlich aussehenden Querriss hatte, dass wir lieber gar nicht in ihre Nähe gingen aus Angst, sie könne einstürzen. Schließlich gingen wir hinauf zu der oberen Kirche, deren turm man als einziges vom Ort Poros unten am Strand sieht. Von dort hat man einen herrlichen blick auf unsere Bucht Rouda und die Berge ringsum. Hinter der Kirche blühen viele kleine gelbe Blumen (etwas größer als Krokusse). Als wir zur Kirche hinaufstiegen, trafen wir ein altes Paar, die eine große Tüte kleine Früchte gesammelt hatten, aus der sie uns anboten: dunkel rotbraun, etwas größer als große Kirchen, mit einem Stein wie eine Pflaume und dem Geschmack eines Apfels.





20.) Montag, 29.09.


Badetag in Mykros Gyalos
Erstmals seit dem Regen vom über zwei Wochen am zweiten Urlaubstag ist es wieder bedeckt und beginnt schließlich zu Donnern und zu regnen. Trotzdem bin ich noch eine Weile im Meer geschwommen. Dann haben wir in unserer Taverne "O Molos" zum letzten Mal frischen Fisch gegessen und schließlich ging es ans Kofferpacken. Dazu weinte der Himmel Tränen und wir hätten am liebsten mitgeweint, so schwer fiel uns der Abschied





21.) Dienstag, 30.09.
Nach einem letzten Bad im Meer veraschiedeten wir uns von unseren freundlichen Vermietern und dem Wirt unserer Lieblingstaverne "O Molos" und fuhren Richtung Lefkada-Sadt. Dort kauften wir uns noch zwei CDs von Marinella, die wir in der Taverne "Gianitis" in Mykros Gyalos gehört hatten und einige kandierte Früchte als Mitbringsel. Schließlich wollten wir noch einmal gut essen, bevor wir das Auto um 17.00h am Flughafen abgeben und um 19.30 zurückfliegen mussten. Jemand, den wir in der Stadt gefragt hatten, meinte in Plagia werden manchmal ganze Lämmer gegrillt. Wir fuhren deshalb dorthin. Es gab jedoch nicht nur keine gegrillten Lämmer, sondern überhaupt keine Taverne, die zu dieser Zeit zu Mittag geöffnet hatte. Es waren 3 Tavernene da, alle machten jedoch erst abends auf. Auf der ganzen Strecke bis zum Flughafen Aktio fanden wir keine gute Taverne zum Mittagessen. In Ag. Nikolaos wird anscheinend auch nur abends gegrillt. Direkt am Flughafen gibt es zwei "Café-Restaurants" mit schönen großen Gärten. Jedoch boten sie nur griechischen Salat, Sandwiches und Fastfood an. Schließich fanden wir in Aktio, in der Bucht vor Preveza ein sehr gutes Restaurant direkt am Meer, die "Psarotaverna o Kontos".






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